Ein Institut für Erforschung und Entwicklung von Collaboration Architecture

Worum es geht

Seit Peter Drucker 1959 den Begriff „Knowledge Worker“ prägte, ist bekannt, dass Wissensarbeit andere Strukturen braucht als manuelle Arbeit. Seit den 1980er Jahren erforscht die CSCW-Community (Computer-Supported Cooperative Work), wie Menschen in Organisationen tatsächlich zusammenarbeiten. Seit den 2010er Jahren kaufen Organisationen Collaboration-Tools für Milliarden.

Was in über 60 Jahren nicht passiert ist: Niemand hat die Koordinationsinfrastruktur dazwischen systematisch und nutzerzentriert gestaltet.

Nicht die Tools. Nicht die Prozesse. Nicht die Kultur. Sondern die operative Schicht, die dafür sorgt, dass Wissen dort ankommt, wo es gebraucht wird, Entscheidungen diejenigen erreichen, die sie umsetzen müssen, und Zusammenarbeit funktioniert, ohne dass einzelne Menschen das System durch persönlichen Einsatz zusammenhalten.

Das ist Collaboration Architecture: Service Design mit Koordinationsinfrastruktur als Gegenstand.

Warum ein Institut?

Collaboration Architecture ist keine Beratungsmethode. Sie ist eine Disziplin, die aufgebaut werden muss — mit Forschung, Methodik, Ausbildung und einer unabhängigen Wissensbasis.

Das Institut existiert, damit diese Arbeit nicht von kommerziellen Interessen abhängig ist. Methoden werden offen publiziert. Werkzeuge werden als Open Source veröffentlicht. Forschungsergebnisse gehören der Community, nicht einem Auftraggeber.

Die Praxis beruht auf einer klaren Haltung: Menschen in Organisationen sind Akteur:innen und Wissensträger:innen, nicht Subjekte, die verbessert werden müssen. Koordinationsinfrastruktur gut zu gestalten ist Aufgabe der Organisation, nicht der Einzelnen, die einzelne Teile davon bisher durch persönlichen Einsatz am Laufen gehalten haben.

Wo wir stehen

Das Institut befindet sich in der Gründungsphase als eingetragener Verein mit Sitz in Rostock. Der Gründungsvorstand wird derzeit zusammengestellt. Gründungsmitglieder kommen aus der Praxis, der Wissenschaft und der Enterprise Architecture.

Die Methodik ist nicht theoretisch. Sie wurde über drei Jahre in einem Unternehmen mit über 11.000 Mitarbeitenden entwickelt und erprobt. Ein erstes Fachartikel über die Praxis erscheint 2026 im Touchpoint Journal der Service Design Network.

Unser Gründungsteam

Anke Holst

Business Architect mit Design-Hintergrund. Berät Organisationen seit 2008 zu Koordinationsinfrastruktur — im britischen öffentlichen Sektor und in der deutschen Industrie. Drei Jahre eingebettet bei der Nordex Group, wo sie die Methodik der Collaboration Architecture in der Praxis entwickelt hat.

Dr. Dina Falbe, PhD

Dina Dorothea Falbe, Architektin, schreibt zu Themen rund um
Architektur, Stadtgesellschaft und Denkmalpflege. Sie forscht zu kollaborativem Raumschaffen und erprobt Formate zur aktiven
Auseinandersetzung mit vorgefundenen Räumen für
ein learning by building.

Carsten Forstner

Enterprise Architect und Mitglied der Geschäftsleitung der SYSback AG. Carsten verfügt über mehr als 30 Jahre IT-Erfahrung. Er war in IT-Führungspositionen in den Branchen Design, Handel, Produktion, Schifffahrt und Finanzdienstleistungen tätig. 

Noch Unbesetzt

Bündelt die Community-Aktivitäten und stärkt die Zusammenarbeit im Netzwerk.