
Prozess-, Projekt- und Change-Management. Digitale Werkzeuge und die IT-Abteilungen, die sie verwalten. Manche Organisationen haben bereits Business Architecture. Aber wer gestaltet die Strukturen, über die das Wissen fließt, das die tägliche Arbeit überhaupt erst ermöglicht?
In keinem der gängigen Digitalisierungs-Frameworks gibt es strukturierte Nutzendenforschung, deren Ergebnisse in die Gestaltung dieser Strukturen einfließen. Es gibt Initiativen zur Verbesserung der Zusammenarbeit, doch ihre Ergebnisse fließen nicht wirksam in die IT-Anforderungen ein. Und es gibt Gesundheitsangebote und Resilienzcoaches, damit die Mitarbeitenden mit der unnötigen Mehrarbeit klarkommen.
Diese Mehrarbeit ist kein persönliches Versagen. Sie ist die Folge einer Infrastruktur, die niemand gestaltet hat.
Collaboration Architecture schließt diese Lücke: Service Design mit Koordinationsinfrastruktur als Gegenstand. Das Institute for Collaboration Architecture erforscht die Disziplin und entwickelt ihre Methoden weiter.
Was wir tun
Forschung Wir untersuchen, wie Koordinationsinfrastruktur in Organisationen entsteht, scheitert und gelingen kann. Unsere Forschung verbindet die Tradition der Wissensarbeit (Drucker, 1959), die Erkenntnisse der computergestützten Zusammenarbeit (CSCW) und der Science and Technology Studies (STS) mit operativer Praxis in Unternehmen.
Methodik Wir entwickeln Werkzeuge und Methoden für die Gestaltung von Koordinationsinfrastruktur mit den Nutzenden: visuelle Frameworks, Diagnose-Workshops und offene Materialien, die Organisationen befähigen, diese Arbeit selbst zu leisten.
Bildung Wir arbeiten mit Hochschulen zusammen, bilden in Workshops aus und entwickeln ein Zertifizierungsprogramm für Collaboration Architecture als professionelle Disziplin.
Aktuell
Das Institut befindet sich in der Gründungsphase als eingetragener Verein. Der Gründungsvorstand wird derzeit zusammengestellt.
Erste Aktivitäten laufen bereits:
- Mai 2026: Vortrag und Workshop auf der EA Insights DACH in Bonn: „Collaboration ins Business Capabilities Model, und was dann passierte“
- Juni 2026: Artikel in Touchpoint
- Position Paper veröffentlicht auf ResearchGate
